Vineyard Blog

Weihnachten

Posted by Georgia Bühlmann on

Es weihnachtet überall. Die Leute sind eifrig am Einkaufen. Die Sterne, Kugeln und Schneeflocken, so wie Nikoläuse und Engel hängen oder stehen überall.
Menschen mit übervollen Einkaufstaschen gehen an mir vorbei. Ich warte auf den Bus. Mein Einkaufswagen ist gefüllt mit Essen.


Etwas nehme ich wahr, wo sind eigentlich das Christkind ja die Krippenfiguren geblieben? Der Stall mit dem Ochsen und dem Esel? Die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland mit ihren Geschenken? Wo sind Maria und Joseph? Die Krippe mit dem Jesuskind? Vereinzelt sehe ich in einem Geschäft dieses Motiv irgendwo im Getümmel. Die Gesellschaft, die Medien, die Wirtschaft, geben dem eigentlichen Geschehen von Weihnachten immer weniger Raum.
Die Kinder wissen heute zum Teil nicht mehr, warum wir eigentlich Weihnachten feiern.
Ich stehe immer noch an der Busstation und warte. 


Da kommt ein Pärchen mit ihrem Wonneproper im Wagen. Sie schauen sich die Immobilien, die zum Verkauf angeboten werden an. Der Kleine sitzt im Wagen, der vom Schaufenster abgewandt ist. Er versucht sich so zu verrenken, dass er auch einen Blick auf das Schaufenster erhaschen kann.
Die Eltern bemerken nicht, wie der Kleine auch schauen möchte. Er ist ein ruhiges angenehmes Kind.
Mir geht durch den Kopf, wie oft merken wir nicht, wenn Kinder uns nachahmen? Wie können wir die Kinder um uns herum wahr nehmen?
Jesus selbst wird in unserer Gesellschaft kaum mehr wahr genommen.
Er wird immer mehr verdrängt von anderen, wichtigeren Themen.

Jetzt kommt der Bus.
Mit dem schwer beladenen Trolley und noch einer gefüllten Tasche, ist es so ne Sache ein zu steigen.
Ja, morgen wird das Communityteam - die Mitleiter der Vineyard DACH - bei uns übernachten und essen. Ich bin gerne Gastgeberin und überlege mir gar nicht, ob es mir zu anstrengend ist oder nicht.
Vor Jahren hatte ich mal einen alten Mann zu Besuch, von dem wir im Nachhinein denken, es könnte einen Engel gewesen sein. Ich erwartete eine ganze Familie in unserer Wohnung, die ein paar Tage Ferien machen wollten. Ich putzte und scheuerte, da bekam ich von einem Bekannten einen Anruf, dass er gerade einen alten Mann in den Zug gesetzt habe, der uns ein paar Tage besuchen wolle. Der fehlte mir gerade noch! Ich hatte genau geplant, wo wer schlafen soll und jetzt ein Störenfried. Marius musste ihn bei der Bahnstation abholen. Ich bereitete ein dürftiges Essen vor und wie er ankommt, jammere ich ihm vor, wie mühsam und so weiter da die Vorbereitungen sind, natürlich in der Hoffnung, dass er grosses Verständnis aufbringen würde. Stattdessen sagt er nur:
„Ja ja, wenn Du das alles für Gott machst ist das schon gut.“
Mich traf dieser Satz mitten ins Herz.
Natürlich machte ich das einfach, weil ich musste.

Dieser Mann hat durch seine Aussage, meine Einstellung zu allem, was ich mache verändert. Es war der richtige Moment, wo ich durchlässig war für so eine Nachricht.
Hast Du in deinem Leben auch schon solche Momente erlebt, wo jemand oder etwas Dir mitten ins Herz gesprochen hat? Hat es Dein Leben nachhaltig verändert? Oder haben die vielen Dinge, die das Leben ausmachen das Ganze wieder zu geschüttet?
Der Bus hält am Köllnischen Platz. Ich will aussteigen, aber wie? Kein Mensch nimmt wahr, dass ich Hilfe gebrauchen könnte. Ich frage auch niemanden, alle sind mit sich selber beschäftigt. Kurz entschlossen hänge ich die schwere Tasche um und bücke mich, um den Trolley selber aus dem Bus zu tragen. Gott sei Dank, ich habe es geschafft.
Kein Vorwurf in meinen Gedanken, mein Inneres ist Gott einfach dankbar, dass mir das Ganze nicht in den Rücken geschossen ist.

Ah Weihnachten! Wir feiern die Geburt Jesu, er der Dich von ganzem Herzen lieb hat. Er, der eine Beziehung mit Dir eingehen möchte. Du kannst jetzt mit ihm sprechen. Er hört Dich!
Er hat mein Leben verändert. Er kann auch Deines verändern.
Weihnachten ist eine frohe Botschaft Jesus will Dir begegnen.

Alles Liebe,
     Georgia

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